Leistungen bei Medikamenten

Leistungen bei Medikamenten der Grundversicherung

Medikamente können ganz schön ins Geld gehen. Die Kosten sind zwar durch die Leistungen der Grundversicherung grösstenteils gedeckt, doch das gilt nur für die Arzneimittel, die in der sogenannten «Spezialitätenliste» aufgeführt sind. Dazu gehören im Moment rund 2400 Medikamente. Die erneute Überprüfung eines Medikamentes erfolgt alle drei Jahre nach Aufnahme in die Spezialitätenliste. Geprüft wird auf Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Aufgrund dieser Überprüfung kann der Preis vom BAG gesenkt werden. Dieses Vorgehen führt immer wieder zu Diskussionen zwischen der Pharmaindustrie, dem BAG und den Krankenversicherern, weil die Preise in der Schweiz und im umliegenden Ausland sehr grosse Differenzen aufweisen können.

Da bei diesen Medikamenten oftmals auch festgehalten ist, für welchen Zweck sie freigegeben worden sind, ist nicht gewährleistet, dass die Krankenkasse automatisch alles zahlt, was der Arzt verschreibt. Oft hat der Ombudsmann der Krankenversicherung mit Fällen zu tun, bei denen zum Beispiel von Universitätskliniken teure Medikamente verordnet werden, jedoch die Leistungen der Krankenkasse für diese Medikamente ausbleibt. Hier finden Sie die aktuelle Spezialitätenliste.

Falls der Arzt nicht ausdrücklich Originalmedikamente verschreibt, können die Apotheker anstatt der Originalpräparate, Generika abgeben. Generika sind Nachahmerprodukte von gleicher Qualität. sie enthalten dieselben Wirkstoffe, sind aber deutlich billiger als die Originalpräparate. Die versicherte Person wird dafür aber «belohnt», indem der Selbstbehalt für diese Generika tiefer ist, als für die teureren Originalprodukte. Einerseits ist für spezielle Originalpräparate ein höherer Selbstbehalt vorgeschrieben, als beim Bezug von Generika, andererseits ist der Selbstbehalt tiefer, weil die Medikamentenkosten tiefer sind.

Leistungen bei Medikamenten mit Vorbehalt

Wichtig ist auch: Bei den verordneten Medikamenten und Therapien gilt immer der Grundsatz der Schadenminderung. Dies bedeutet, dass man sich beispielsweise einer verordneten Therapie unterziehen sollte, sofern diese zumutbar ist. Unterzieht sich eine versicherte Person einer von den Ärzten und von der Krankenkasse verordneten Behandlungsmassnahme, welche die Genesung fördert, die Krankheitsdauer verkürzt und somit Kosten spart, kann die Krankenkasse für weitere Leistungen Bedingungen stellen.

So werden die Leistungen bei Medikamenten rückerstattet

Damit die Krankenkasse die Kosten für ein Medikament übernimmt, benötigt sie im Normalfall die Rezepte sowie die Quittungen für den Bezug. Oft rechnet auch die Apotheke direkt mit der Krankenkasse ab. Dazu müssen Sie nur Ihre aktuelle Krankenkassenkarte abgeben. Ausnahmen bilden zB die Assura und die Supra, die verlangen, dass die versicherte Person die Rechnung in der Apotheke bezahlt und nachträglich die Quittungen zur Vergütung einreicht.

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