News rund ums Thema Krankenkasse 2019/2020

Informationen und Neuigkeiten zu Krankenversicherungen und dem Gesundheitssystem in der Schweiz.

Übermässiger Prämienanstieg der Krankenkassenprämien 2017

Bundesrat Alain Berset sagte vor kurzem, dass sich die Kostenzunahme im Gesundheitswesen wegen der Alterung der Gesellschaft und des Fortschritts in der Medizin nicht stoppen, jedoch dämpfen lasse. Schockartige Erhöhungen der Krankenkassenprämien zu vermeiden sei sein Ziel.

Krankenkassenprämien 2017

Hat der Bundesrat sein Ziel erreicht?

Gemäss dem neusten Kostenmonitoring des Bundesamts für Gesundheit (BAG) haben die Kosten pro Grundversicherten im ersten Quartal dieses Jahres um 2,3 % im Vergleich mit dem ersten Quartal des vorigen Jahres zugenommen.

Eine andere Zahl hat der Krankenkassenverband Santésuisse bekanntgegeben, und zwar einen Anstieg von 3,8%.

Wenn man jedoch nur jene Behandlungen berücksichtigt, welche im ersten Quartal des laufenden Jahres durchgeführt wurden, sind die Kosten gemäss dem Bundesamt für Gesundheit eigentlich um 7,7 % gestiegen. Diese Kostenzunahme wird von Experten mit „sehr beunruhigend“ bis „krass“ bezeichnet.

Laut Santésuisse-Direktorin Verena Nold liegt die Hauptursache des Kostenschubs darin, dass die Ausgaben für ambulante Spitalbehandlungen und für Behandlungen in Arztpraxen stark ansteigen.

Es gibt laufend mehr Ärzte mit eigener Praxis und mehr Gruppenpraxen. Immer mehr Ärzte und Spitäler verrechnen zudem sogenannte «Leistungen in Abwesenheit des Patienten». Ob diese tatsächlich erbracht wurden oder nur vorgeschoben sind, ist für die Kassen schwer zu kontrollieren. Sie vermuten in vielen Fällen Betrug.

Für den Kostenanstieg ist auch der Bundesrat zum Grossteil verantwortlich

- Vor eineinhalb Jahren erhöhte der Bundesrat den Tarif der Kinder- und Hausärzte und stellte sie dadurch besser. Dies belastet die Grundversicherung mit jährlich zusätzlichen 200 Millionen Franken. Umgekehrt kürzte der Bundesrat die Tarife für bestimmte Spezialärzte. Die erhoffte Kosteneinsparung sei aber nicht eingetreten, sagt Santésuisse-Direktorin Nold. Die Spezialisten umgingen die Tarifsenkung, indem sie mehr Behandlungen und andere, für sie vorteilhafte Tarifpositionen verrechneten.

- Im Februar entschied der Bundesrat, dieses Jahr die Überprüfung der Medikamentenpreise erneut auszusetzen. So wird ein Sparpotenzial von 100 Millionen Franken bei den Medikamenten nicht ausgeschöpft. Der Grund ist das Bundesgerichtsurteil, nach dem sich das Bundesamt für Gesundheit bei der Überprüfung der Medikamentenpreise nicht nur auf einen Vergleich der schweizer Preise mit den europäischen Vergleichspreisen beschränken solle, sondern auch einen therapeutischen Quervergleich anstellen solle.

Zwar gingen die Kosten für stationäre Spitalbehandlungen zum zweiten Jahr in Folge leicht zurück. Offensichtlich zeigen die 2012 für alle Spitäler eingeführten Fallpauschalen eine kostensenkende Wirkung, obwohl anfangs einige Anlaufschwierigkeiten zu beobachten waren.

Aber die Prämienzahler sind durch die steigende Anzahl von Laboratorien, den Spitex-Organisationen und den Physiotherapeuten zusätzlich belastet, weil deren Kosten im ersten Quartal überdurchschnittlich gestiegen sind.

Steigen die Krankenkassenprämien im 2017?

Die Krankenkassenprämien der Grundversicherung stiegen Anfang 2016 um 4,2 %, was eine durchschnittsgemässe Erhöhung seit Einführung des Krankenkassenobligatoriums darstellt. Anders kann es im kommenden Jahr aussehen, wenn sich die Kostensteigerungen von 7,7 % aus dem ersten Quartal des Jahres weiter hinziehen. Dann ist Anfang 2017 eine überdurchschnittliche Prämienerhöhung zu erwarten, obwohl das Bundesamt für Gesundheit erklärte, dass die Daten vom ersten Quartal allein wenig aussagekräftig seien und keine Prognose gewährten.

Bekanntlich sind aber nicht nur die Kostensteigerungen, welche die Prämien nach oben treiben. Auch die abnehmenden Kapitalerträge der Krankenkassen wegen den Negativzinsen und der schlechten Lage an den Aktienmärkten drängen in diese Richtung. Dazu kommt noch die von Experten geäusserte Auffassung über zwei weitere Gründe für die erwartete Erhöhung der Krankenkassenprämien im 2017: der Bund zwinge die Kassen zu höheren Reserven und bewirke eine Steigerung ihrer Verwaltungskosten durch seine Regulierungsmassnahmen.

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