News rund ums Thema Krankenkasse 2019/2020

Informationen und Neuigkeiten zu Krankenversicherungen und dem Gesundheitssystem in der Schweiz.

Krankenkassenwechsel 2018

Krankenkassenwechsel 2018

Wie kündige ich eigentlich meine Grundversicherung? Wann ist der letzte Termin, um meine Zusatzversicherung zu wechseln?

Wechsel der Grundversicherung 2017

Es ist ein Kinderspiel, die Krankenversicherung zu wechseln. Deine Kündigung muss bis spätestens 30. November 2017 bei deiner bisherigen Kasse eingetroffen sein. Willst du eine neue Grundversicherung abschliessen, dann kannst du das bis zum 29. Dezember 2017 tun — gewechselt wird dann per 1. Januar 2018.

Kündigung der Grundversicherung

Krankenkassenwechsel auf den 1. Januar: Bis spätestens 31. Oktober sind die Versicherungen verpflichtet, ihre Kunden über die neuen Prämien zu informieren. Darüber hinaus müssen sie im Schreiben erwähnen, dass die Kunden über ein Kündigungsrecht verfügen. Bis zum 30. November kannst du bei deiner Kasse kündigen.

Wie kannst du vorgehen?

Möchtest du beispielsweise bei deiner bisherigen Kasse die Grundversicherung wechseln, muss deine Kündigung bis spätestens 30. November bei der Kasse eingehen. Prämienerhöhungen oder besondere Versicherungsmodelle, die du haben könntest, spielen dabei keine Rolle. Wichtig ist, dass deine Kasse die neue, vom BAG überprüfte Prämie bis zum 31. Oktober mitgeteilt hat. Bedenken musst du, dass bei der Kündigung nicht das Absendedatum zählt, sondern der Tag, an dem die Kasse deine Kündigung erhält. Die Kündigungsfrist hast du dann eingehalten, wenn dein Schreiben vor dem gesetzlichen Kündigungstermin (31. März, 30. November) bei deiner Kasse zur normalen Arbeitszeit eingetroffen ist. Ein eingeschriebener Brief, der ins Postfach geht, gilt erst dann als zugestellt, wenn er bei der Post geholt wurde. Da es immer zu Verspätungen kommen kann, rät die Maklerzentrum Schweiz AG, die Kündigung immer per eingeschriebener Brief zu senden — bis spätestens Mitte März bzw. Mitte November, damit du allenfalls die rechtzeitige Kündigung beweisen kannst.

Krankenkassenwechsel auf den 1. Juli: Hast du eine Grundversicherung mit der normalen Franchise von 300 Franken pro Jahr (für Kinder 0 Franken pro Jahr) und freier Wahl des Leistungserbringers, dann kannst du bei deiner Krankenkasse per 30. Juni kündigen. Hierfür gibt es eine dreimonatige Kündigungsfrist — deine Kündigung muss bis spätestens 31. März bei der Kasse eingegangen sein.

Dieser Krankenkassenwechsel Mitte Jahr ist nicht möglich, wenn deine Grundversicherung eine höhere Franchise hat (500-2500 Franken pro Jahr / 100-600 Franken für Kinder), oder wenn du über eine eingeschränkte Wahl des Leistungserbringers (Gesundheitsnetzwerk, HMO, Hausarztmodell, telemedizinische Beratung) oder eine Bonusversicherung verfügst.

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Die Maklerzentrum Schweiz AG informiert rund um Krankenkassen-Zusätze im Spital

Die Maklerzentrum Schweiz AG informiert rund um Krankenkassen-Zusätze im Spital

Die Kosten der freien Spitalwahl

Seit Anfang 2012 wird für Spitalaufenthalte anders abgerechnet, da die Spitalreform eingeführt wurde. Die Zusatzdeckung zur Grundversicherung muss daher von den Versicherungsnehmern überdacht werden.

Zu jeder Dienstleistung gibt es einen Preis — dank der Fallpauschale

Die Schweizer mögen die Spitalzusatzversicherung "Spital allgemein ganze Schweiz". Die stationäre Behandlung ausserhalb des Wohnkantons wird durch den Zusatz zur obligatorischen Krankenversicherung gedeckt. Das Maklerzentrum Schweiz empfiehlt dies vor allem dann, wenn ein Spital nicht im eigenen Kanton, aber dafür näher liegt und es keine qualitativ hochstehenden Spezialkliniken im eigenen Kanton gibt.

Die freie Spitalwahl Anfangs 2012 hat sich mit Einführung der Spitalreform der Abrechnungsmodus aber geändert. Die öffentlichen und privaten Spitäler werden durch die landesweit einheitliche Fallkostenpauschale auf das gleiche Niveau gestellt, dadurch dass jede Behandlung pauschal einheitlich bezahlt wird, unabhängig von der Länge des Spitalaufenthalts des Patienten. Somit ist mit der Grundversicherung die freie Spitalwahl in der ganzen Schweiz gewährleistet, sofern das jeweilige Krankenhaus auf der kantonalen Spitalliste steht. Die Kosten der Grundversicherung werden aber von den Krankenkassen nur zum Wohnkantons-Tarif vergütet.

Jeder Leistung wird ein Preis zugerechnet, was bei der Tagespauschale nicht der Fall war. Somit wird offengelegt, welcher Preis für welche Leistung bezahlt wird; z.B. Chirurg, OP-Saalbesetzung, Anästhesie, Essen, Physiotherapie etc. Dadurch werden nur die wirklich erbrachten Spitalleistungen und nicht die Spitalspesen durch die Kantone und die Krankenversicherer gemeinsam bezahlt, sagt Stephan Wirz, Mitglied der Geschäftsleitung des Maklerzentrums Schweiz.

Wird durch dieses neue Verfahren der Spitalabrechnung die Spitalzusatzversicherung evtl. beliebter? Gemäss Informationen von Seiten der Krankenkassen wurde 2011 durch 80% der Versicherungsnehmer eine eine Spitalzusatzversicherung abgeschlossen. Gewisse Versicherungsmakler gaben im ersten Halbjahr 2012 eine Steigerung nach Spitalzusatzversicherungen an. Der Preis für diese Zusatzversicherungen "Spital allgemein ganze Schweiz" beträgt zur Zeit ungefähr monatlich 3 bis 17 Franken.


Anne Durrer vom Krankenkassenverband Santésuisse gibt an, dass sich durch diese Abrechnungsänderung vorerst für die Spitäler und nicht für die Versicherungsnehmer etwas ändert. Da die Kosten nur noch maximal zu 45 % von den Krankenkassen vergütet werden, entsteht durch die Fallkostenpauschale ein Preisdruck auf die Spitäler. Weil das Kostenberechnungs- und Preisbildungssystem schweizweit das gleiche sei, werde der Konkurrenzkampf laut Experten fairer. Da für die Preisverhandlungen zwar Kosten- aber keine Qualitätsdaten herbeigeholt werden, sei der Wettbewerb verzerrt.

Die Prämien der Zusatzversicherung sollten daher langfristig sinken. Eine starke Vergünstigung dieser Zusatzversicherung wurde hinsichtlich der Spitalreform von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektion gefordert. Da zuvor neue Modellrechnungen vorgenommen werden müssen, haben die Krankenversicherer noch nicht reagiert. Die Finanzmarktaufsicht Finma wird schliesslich entscheiden, ob die Prämien angemessen sind oder nicht.

Gemäss Stephan Wirz würden die Versicherungsnehmer die gesetzlichen Änderungen bezüglich der Spitalfinanzierung und die Einführung der Fallpauschale nicht verstehen. Für die Versicherten sei es praktisch unmöglich einzuschätzen, ob eine ausserkantonale Behandlung übernommen werden sollte oder nicht. Diese Zusatzdeckung ist daher von den meisten Maklerzentrum-Kunden weiterhin versichert.

Zukünftig würde der Zusatz "Spital allgemein ganze Schweiz" günstiger werden sowie an Wichtigkeit verlieren. Besonders älteren Versicherten sollte es jedoch klar sein, dass die Police nicht die Grundversicherung betrifft. Die Krankenkassen fordern für die Aufnahme einen Gesundheitscheck. Wird ein erneuter Abschluss notwendig — zieht man beispielsweise in einen anderen Kanton um — , dann kann eine Aufnahmeverweigerung oder einen Ausschluss bei bestimmten Diagnosen anstehen, je nach gesundheitlicher Verfassung.

Mehr Hotelannehmlichkeiten laut Maklerzentrum Schweiz

Die Zusatzversicherung "Spital halbprivat und privat" ist künftig sinnvoll. Der Patient erhält mehr Hotelkomfort (Einzelzimmer, Auswahl des Menus), die freie Arztwahl im Krankenhaus und bei Eingriffen, die nicht dringend sind, weniger lange Wartezeiten. Diese Art Versicherung ist jedoch nur für Patienten mit einem Herzleiden von Vorteil, die sich bloss vom Starchirurgen Thierry Carrel behandeln lassen wollen. Ob sich Thierry Carrel von seinen Kollegen im Inselspital oder anderen Krankenhäusern abhebt, ist bisher aus keiner veröffentlichten Statistik erkennbar.

Die Krankenkassen preisen die günstigen Zusatzversicherungen gerne mit dem Argument der gesetzlich verankerten freien Spitalwahl an. Eine stationäre Behandlung benötigen jedoch nur 10% der Versicherten jedes Jahr. Davon sind äusserst wenig nicht medizinisch indizierte Behandlungen ausserhalb des Heimatkantons, und davon wiederum nicht viele mit einem höheren Fallpauschalpreis im ausserkantonalen Krankenhaus als im Wohnkanton. Für die Versicherer sind diese Zusatzversicherungen also eine gute Masche fürs Geschäft: Bis zu 80% der Versicherten bezahlen Prämien aber nur wenige Versicherten beziehen Leistungen davon.

Billiger als halbprivat

An Orten, an denen sich das nächste Spital ausserkantonal befindet und teurer ist als die innerkantonalen, bleibt der Zusatz "Allgemeine Abteilung Schweiz" wichtig. Auch das Maklerzentrum Schweiz empfiehlt, die Zusatzversicherung zu behalten. Ohne sie kann es sein, dass ein ausserkantonaler Aufenthalt im gewünschten Krankenhaus wegen den Kosten nicht ausführbar sei. Vor einem Krankenhausaufenthalt oder bei eingeschränkter Gesundheit kann diese Versicherungsdeckung nicht mehr beansprucht werden. Auch wenn diese Deckung im Vergleich zu einer halbprivaten oder privaten Versicherungsdeckung billiger sei, stellt sie dem Versicherungsnehmer gegen einen Aufpreis alle Möglichkeiten zur Verfügung.

Versicherte, die gerne kündigen möchten, müssen zudem berücksichtigen, dass eine "schnelle Kündigung" nicht existiert. Wird die Versicherungsprämie auf Ende Jahr höher, gilt bis dahin eine einmonatige Kündigungsfrist. Ansonsten hat der Versicherer eine übliche drei- bis sechsmonatige Kündigungsfrist. Bei den grossen Krankenkassen kann man eine Zusatzversicherung nur auf den 31. Dezember kündigen.

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