News rund ums Thema Krankenkasse 2019/2020

Informationen und Neuigkeiten zu Krankenversicherungen und dem Gesundheitssystem in der Schweiz.

Krankenkassenprämien - Anstieg von bis zu 10% im 2017

Krankenkassenprämien - Anstieg von bis zu 10% im 2017

Die Krankenkassenprämien steigen 2017 so hoch an, wie noch nie. Die Umfragen der Schweizer Vergleichsportale zeigen, dass jede fünfte Prämie noch viel teurer werden wird, als bisher gedacht.

Die Gesundheitskosten der Versicherten werden immer höher, während der Risikoausgleichsmechanismus angepasst wird. Dies bringt schwere Konsequenzen für die Prämien mit sich mit.

Der durchschnittliche Anstieg der Krankenkassenprämien 2017 soll laut Online-Vergleichsportalen ca. 6,5% betragen. Diese Vorhersage übertrifft somit die ersten Berechnungen, die noch auf eine Erhöhung von 4-5% hindeuteten.

Die Portale mussten ihre ersten Vorhersagen korrigieren, nachdem neue Angaben über Gesundheitskosten, finanzielle Situationen einiger Versicherer, und die Konsequenzen des angepassten Risikoausgleichsmechanismus eintrafen. Zudem trugen gesammelte Daten einer informellen Umfrage bei Krankenkassen ebenfalls dazu bei, dass neu berechnet werden musste.

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Das Geheimnis: Warum die Krankenkassenprämien 2017 bis zu 5% ansteigen?

Das Geheimnis: Warum die Krankenkassenprämien 2017 bis zu 5% ansteigen?

Kosten werden auf die Gesamtbevölkerung abgewälzt

Der Krankenkassendachverband Santésuisse rechnet für 2017 mit einem Prämienanstieg von bis 4 bis 5 Prozent. Dies, weil die Besuche beim Arzt immer kostspieliger werden.

Medizinische Behandlung kostet die Patienten immer mehr

Die Erhöhung der Krankenkassenprämien 2017 stoppt nicht. Im Gegenteil — weiterhin steigen die Prämien an. Die genauen Zahlen werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) Ende September freigegeben. Trotzdem erkennt man bereits jetzt, dass ein hoher Anstieg stattfinden wird. Santésuisse rechnet für 2017 mit einer Erhöhung der Krankenkassenprämien von 4 bis 5 Prozent.

Die Last liegt auf der Bevölkerung

Die Prämienerhöhung war vorhergesagt. Santésuisse-Direktorin Verena Nold meinte im Interview mit Radio SRF, dass der Anstieg sich an die Erhöhungen der vergangenen Jahre halten würde. Die Prämien laufen den Löhnen davon, und für die Schweizer Versicherten wird die finanzielle Last immer grösser. Durch die Kopfprämien würden die steigenden Gesundheitskosten auf die Gesamtbevölkerung übertragen werden, sagte Sandra Kobelt von Santésuisse.

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Die Maklerzentrum Schweiz AG informiert rund um Krankenkassen-Zusätze im Spital

Die Maklerzentrum Schweiz AG informiert rund um Krankenkassen-Zusätze im Spital

Die Kosten der freien Spitalwahl

Seit Anfang 2012 wird für Spitalaufenthalte anders abgerechnet, da die Spitalreform eingeführt wurde. Die Zusatzdeckung zur Grundversicherung muss daher von den Versicherungsnehmern überdacht werden.

Zu jeder Dienstleistung gibt es einen Preis — dank der Fallpauschale

Die Schweizer mögen die Spitalzusatzversicherung "Spital allgemein ganze Schweiz". Die stationäre Behandlung ausserhalb des Wohnkantons wird durch den Zusatz zur obligatorischen Krankenversicherung gedeckt. Das Maklerzentrum Schweiz empfiehlt dies vor allem dann, wenn ein Spital nicht im eigenen Kanton, aber dafür näher liegt und es keine qualitativ hochstehenden Spezialkliniken im eigenen Kanton gibt.

Die freie Spitalwahl Anfangs 2012 hat sich mit Einführung der Spitalreform der Abrechnungsmodus aber geändert. Die öffentlichen und privaten Spitäler werden durch die landesweit einheitliche Fallkostenpauschale auf das gleiche Niveau gestellt, dadurch dass jede Behandlung pauschal einheitlich bezahlt wird, unabhängig von der Länge des Spitalaufenthalts des Patienten. Somit ist mit der Grundversicherung die freie Spitalwahl in der ganzen Schweiz gewährleistet, sofern das jeweilige Krankenhaus auf der kantonalen Spitalliste steht. Die Kosten der Grundversicherung werden aber von den Krankenkassen nur zum Wohnkantons-Tarif vergütet.

Jeder Leistung wird ein Preis zugerechnet, was bei der Tagespauschale nicht der Fall war. Somit wird offengelegt, welcher Preis für welche Leistung bezahlt wird; z.B. Chirurg, OP-Saalbesetzung, Anästhesie, Essen, Physiotherapie etc. Dadurch werden nur die wirklich erbrachten Spitalleistungen und nicht die Spitalspesen durch die Kantone und die Krankenversicherer gemeinsam bezahlt, sagt Stephan Wirz, Mitglied der Geschäftsleitung des Maklerzentrums Schweiz.

Wird durch dieses neue Verfahren der Spitalabrechnung die Spitalzusatzversicherung evtl. beliebter? Gemäss Informationen von Seiten der Krankenkassen wurde 2011 durch 80% der Versicherungsnehmer eine eine Spitalzusatzversicherung abgeschlossen. Gewisse Versicherungsmakler gaben im ersten Halbjahr 2012 eine Steigerung nach Spitalzusatzversicherungen an. Der Preis für diese Zusatzversicherungen "Spital allgemein ganze Schweiz" beträgt zur Zeit ungefähr monatlich 3 bis 17 Franken.


Anne Durrer vom Krankenkassenverband Santésuisse gibt an, dass sich durch diese Abrechnungsänderung vorerst für die Spitäler und nicht für die Versicherungsnehmer etwas ändert. Da die Kosten nur noch maximal zu 45 % von den Krankenkassen vergütet werden, entsteht durch die Fallkostenpauschale ein Preisdruck auf die Spitäler. Weil das Kostenberechnungs- und Preisbildungssystem schweizweit das gleiche sei, werde der Konkurrenzkampf laut Experten fairer. Da für die Preisverhandlungen zwar Kosten- aber keine Qualitätsdaten herbeigeholt werden, sei der Wettbewerb verzerrt.

Die Prämien der Zusatzversicherung sollten daher langfristig sinken. Eine starke Vergünstigung dieser Zusatzversicherung wurde hinsichtlich der Spitalreform von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektion gefordert. Da zuvor neue Modellrechnungen vorgenommen werden müssen, haben die Krankenversicherer noch nicht reagiert. Die Finanzmarktaufsicht Finma wird schliesslich entscheiden, ob die Prämien angemessen sind oder nicht.

Gemäss Stephan Wirz würden die Versicherungsnehmer die gesetzlichen Änderungen bezüglich der Spitalfinanzierung und die Einführung der Fallpauschale nicht verstehen. Für die Versicherten sei es praktisch unmöglich einzuschätzen, ob eine ausserkantonale Behandlung übernommen werden sollte oder nicht. Diese Zusatzdeckung ist daher von den meisten Maklerzentrum-Kunden weiterhin versichert.

Zukünftig würde der Zusatz "Spital allgemein ganze Schweiz" günstiger werden sowie an Wichtigkeit verlieren. Besonders älteren Versicherten sollte es jedoch klar sein, dass die Police nicht die Grundversicherung betrifft. Die Krankenkassen fordern für die Aufnahme einen Gesundheitscheck. Wird ein erneuter Abschluss notwendig — zieht man beispielsweise in einen anderen Kanton um — , dann kann eine Aufnahmeverweigerung oder einen Ausschluss bei bestimmten Diagnosen anstehen, je nach gesundheitlicher Verfassung.

Mehr Hotelannehmlichkeiten laut Maklerzentrum Schweiz

Die Zusatzversicherung "Spital halbprivat und privat" ist künftig sinnvoll. Der Patient erhält mehr Hotelkomfort (Einzelzimmer, Auswahl des Menus), die freie Arztwahl im Krankenhaus und bei Eingriffen, die nicht dringend sind, weniger lange Wartezeiten. Diese Art Versicherung ist jedoch nur für Patienten mit einem Herzleiden von Vorteil, die sich bloss vom Starchirurgen Thierry Carrel behandeln lassen wollen. Ob sich Thierry Carrel von seinen Kollegen im Inselspital oder anderen Krankenhäusern abhebt, ist bisher aus keiner veröffentlichten Statistik erkennbar.

Die Krankenkassen preisen die günstigen Zusatzversicherungen gerne mit dem Argument der gesetzlich verankerten freien Spitalwahl an. Eine stationäre Behandlung benötigen jedoch nur 10% der Versicherten jedes Jahr. Davon sind äusserst wenig nicht medizinisch indizierte Behandlungen ausserhalb des Heimatkantons, und davon wiederum nicht viele mit einem höheren Fallpauschalpreis im ausserkantonalen Krankenhaus als im Wohnkanton. Für die Versicherer sind diese Zusatzversicherungen also eine gute Masche fürs Geschäft: Bis zu 80% der Versicherten bezahlen Prämien aber nur wenige Versicherten beziehen Leistungen davon.

Billiger als halbprivat

An Orten, an denen sich das nächste Spital ausserkantonal befindet und teurer ist als die innerkantonalen, bleibt der Zusatz "Allgemeine Abteilung Schweiz" wichtig. Auch das Maklerzentrum Schweiz empfiehlt, die Zusatzversicherung zu behalten. Ohne sie kann es sein, dass ein ausserkantonaler Aufenthalt im gewünschten Krankenhaus wegen den Kosten nicht ausführbar sei. Vor einem Krankenhausaufenthalt oder bei eingeschränkter Gesundheit kann diese Versicherungsdeckung nicht mehr beansprucht werden. Auch wenn diese Deckung im Vergleich zu einer halbprivaten oder privaten Versicherungsdeckung billiger sei, stellt sie dem Versicherungsnehmer gegen einen Aufpreis alle Möglichkeiten zur Verfügung.

Versicherte, die gerne kündigen möchten, müssen zudem berücksichtigen, dass eine "schnelle Kündigung" nicht existiert. Wird die Versicherungsprämie auf Ende Jahr höher, gilt bis dahin eine einmonatige Kündigungsfrist. Ansonsten hat der Versicherer eine übliche drei- bis sechsmonatige Kündigungsfrist. Bei den grossen Krankenkassen kann man eine Zusatzversicherung nur auf den 31. Dezember kündigen.

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