Zusatzversicherung kündigen

Zusatzversicherung kündigen

Wissenswertes über die Kündigung der Zusatzversicherung

Die Zusatzversicherung zu kündigen, ist eingeschränkter als bei der obligatorischen Grundversicherung. Viele Zusatzversicherungen laufen normalerweise für ein Jahr und erneuern sich dann automatisch wenn diese nicht gekündigt werden.

Einige Kassen vermerken in den Vertragsbedingungen jedoch, dass sie auf ihr Recht, die Versicherung zu kündigen, verzichten. Dies bedeutet, dass die Zusatzversicherung automatisch ausläuft, ohne dass Ihnen davon speziell etwas mitgeteilt wird. Ob dieser Fall bei Ihnen zutrifft, können Sie in Ihrem Vertragsreglement leicht nachlesen - damit Sie nicht vor vollendeten Tatsachen stehen und Ihnen der Rauswurf aus der Zusatzversicherung droht.

Kündigungsfristen und Kündigungstermine der Zusatzversicherung

Das Versicherungsjahr ist normalerweise identisch mit dem Kalenderjahr, alles Wichtige entscheidet sich also am Jahresende. Meistens haben Sie eine einzige Möglichkeit die Zusatzversicherung zu kündigen. Dies auf Ende Dezember jedes Jahres mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist. Der Kündigungsbrief muss also spätestens am 30. September bei der Krankenkasse sein.

Einige Verträge können auch eine Vertragsdauer von 3 bis 5 Jahre haben und verlängern sich anschliessend Jahr für Jahr, sofern sie nicht gekündigt werden. Die erste ordentliche Kündi gungsmöglichkeit ist hier erst auf das Ende des letzten Jahres möglich. In der Regel ist hier eine sechsmonatige Kündigungsfrist einzuhalten (sh. auch die Liste der Kündigungsfristen und Kündigungstermine der Zusatzversicherungen).

Im Schadensfall die Zusatzversicherung kündigen

Im Schadensfall (d.h. wenn von der Kasse Geld für eine medizinische Leistung bezahlt wird) kann man sofort vom Versicherungsvertrag zurücktreten und muss nicht die volle Laufzeit der Zusatzversicherung abwarten.

Vorsicht: Ein Wechsel zu einer anderen Versicherung dürfte im Schadensfall jedoch schwierig werden, da die neue Krankenkasse (wegen Ihrer medizinischen Vorgeschichte) nicht verpflichtet ist, Sie in eine Zusatzversicherung aufzunehmen. Normalerweise haben Sie 10 bis 14 Tage Zeit um nach einem Schadensfall die Zusatzversicherung zu kündigen. Diese Frist gilt nach Eintreffen des Geldes, welches der Versicherer für die medizinische Leistung bezahlen muss. Wenn Sie da fristgerecht kündigen, erlischt die Zusatzversicherung nach Eintreffen Ihres Briefes bei der Krankenkasse. Sollten Sie im Voraus bezahlte Prämien geleistet haben, können die Versicherungen diese einbehalten. Die Versicherer sind nicht verpflichtet die Vorleistungen zurückzuerstatten. Zu bemerken ist auch, dass das Rücktrittsrecht des Versicherten im Schadensfall auch dann gilt, wenn es nicht im Reglement der Versicherung vermerkt wurde. Nach Gesetz ist es aber auch den Versicherungen gestattet, ihrerseits die Zusatzversicherung zu kündigen. Diese machen in aller Regel von ihrem Recht jedoch keinen Gebrauch.

Bei einer Prämienerhöhung die Zusatzversicherung kündigen

Wenn die Kasse die Prämien erhöht, haben Sie grundsätzlich ein Kündigungsrecht. In den Bedingungen sollte die Kündigungsfrist vermerkt sein. In der Regel sind dies 30 Tage nach Erhalt der schriftlichen Mitteilung über eine Prämienerhöhung. Diese Ankündigungen werden normalerweise im Oktober versendet. Einige Kassen geben die Erhöhung der Prämien 25 – 30 Tage vor dem neuen Versicherungsjahr bekannt. Damit die Kündigung rechtswirksam ist, muss diese noch vor dem 31. Dezember bei der Krankenkasse eintreffen. Sollte man es versäumen zu kündigen, gilt die Prämienerhöhung als akzeptiert!

Selbstverständlich kann der Fall eintreten, dass Sie mehrere Zusätze in einer Police haben und nur einzelne teurer werden. Hier lassen sich normalerweise nur die Zusätze mit der Prämienerhöhung kündigen. Besonders kundenfreundliche Krankenkassen lassen es zu, dass Sie nicht nur die betroffene Zusätze kündigen können, sondern auf Wunsch auch die ganze Police samt allen Zusätzen. Eine einfache Anfrage bei der Kasse kann sich hier durchaus lohnen.

Vielfach erfolgt die Prämienerhöhung dann, wenn man einfach älter wird und in eine höhere Altersgruppe kommt. Die Prämien werden meist nach Alter der Versicherten berechnet. Bei solchen Prämienerhöhungen lässt sich in aller Regel die Zusatzversicherung nicht kündigen. Diese Bestimmung steht in den meisten Reglementen der Kassen.

Unbedingt zu beachten ist, dass bei den freiwilligen Zusatzversicherungen die Krankenkassen nicht gesetzlich verpflichtet sind, Sie über Ihr Kündigungsrecht aufzuklären. Kundenfreundliche Krankenkassen machen dies dennoch, wobei andere einfach auf die allgemeinen Bedingungen verweisen.

Bei Änderung der Vertragsbedingungen die Zusatzversicherung kündigen

Sollte die Krankenkasse die Vertragsbedingungen ändern, kommt ebenfalls ein spezielles Kündigungsrecht wie bei der Prämienerhöhung zum Tragen. Wenn Sie mit den neuen Bedingungen nicht einverstanden sind, können Sie darauf pochen, dass Ihre Versicherung mit den alten Bedingungen weitergeführt wird. In der Praxis werden sich jedoch nur wenige Kunden zu den bisherigen Bedingungen weiter versichern wollen, da für diese Gruppe die Prämien meist enorm erhöht werden.

Allgemeiner Rat: Alte Zusatzversicherung erst kündigen, wenn von der neuen Kasse eine vorbehaltlose Aufnahmebestätigung vorliegt. Nutzen Sie auch unsere neutrale Krankenkassenberatung durch einen VBV-zertifizierten Versicherungsexperten.

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